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Hans Ulrich Imesch
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C. G. Jung-Institut

The Matrix

The Matrix.pdf (46 KB)

Im Laufe der Zeit, als mein Weltbild langsam Gestalt annahm, begann ich diese Gestalt Matrix zu nennen. Weil die Gestalt meiner Wahrnehmung nach eine Struktur ist. Eine Struktur ohne äussere Grenzen und deshalb ohne fassbare Form. Sie ist gestaltlos und in alle Richtungen von unendlicher Dimension.

Am besten steigt man in die Matrix durch die Vorstellung eines unendlich grossen Raumes. In ihm ist Nacht. Es ist der Raum des Unbewussten. Wenn unsere Augen sich etwas an die Dunkelheit gewöhnt haben, erkennen wir einzelne Punkte. Beim genaueren Hinschauen werden es immer mehr. Wir können ihnen Namen geben. Und wir beobachten, dass sie in vielfältigster Weise miteinander verbunden und irgendwie in Bewegung sind. Die Matrix ist energetisch geladen.

Wir wissen nicht, wie die Matrix entstanden ist. Woher ihre Energie kommt. Wir wissen nicht, ob sie sich aus sich selbst gebaut hat oder ob da eine Art Architekt war, der sie gebastelt hat. Wir wissen auch nicht, wozu sie eigentlich da ist. Was wir wissen – oder um das nicht zu verallgemeinern, was ich behaupte –, ist, dass wir Teil dieser Matrix sind. Die Matrix kann sich materialisieren.

Wir können solche Materialisierungen sehen, wenn wir zum Beispiel die Sterne am Nachthimmel betrachten. Oder die gesamte Natur um uns. Und nun sind wir Menschen auch Teil dieser Natur, allerdings mit einer Sonderausstattung: der Erkenntnis- und Bewusstseinsfähigkeit. Aus welcher Laune heraus die Matrix das so konstelliert hat, ist ebenfalls eine unergründliche Unbekannte. Aber ich meine, dass es gar nicht so wichtig ist, die Antwort auf das Warum zu bekommen. Viel wichtiger scheint mir, dass wir Menschen lernen, mit dieser Sonderausstattung umzugehen.

Meinem Verständnis nach hat die Matrix diese Erkenntnis- und Bewusstseinsfähigkeit nicht. Sie ist einfach. Es mag da von Dämonen und Engeln wimmeln, die Matrix unterscheidet Gut und Schlecht nicht, sie hat keine moralische Dimension. Sie hat auch keine Absichten oder irgendwelche Präferenzen. Das offensichtliche Schlamassel auf der Erde ist nicht durch die Matrix verursacht. Es ist Spiegel davon, wie weit die Menschheit mit ihrer Erkenntnis- und Bewusstseinsfähigkeit gekommen ist. Sollte eines Tages das Paradies auf Erden realisiert sein, darf sich die Menschheit sagen, wir haben unsere Hausaufgaben gemacht.

Hans Ulrich Imesch, am 23.04.2017

Verzeichnis Lehre & Forschung CGJI
Beispiele auf dieser Website

Workshop Seelenhaus

Es geht um das Haus, in dem sich deine/Ihre Seele wohlfühlt. Wie das aussieht, weiss nur sie, deine/Ihre Seele. Also muss man sie befragen. Und Material bereitstellen, um das, was sie sagt, festzuhalten, zu fassen, darzustellen.

Die Teilnehmenden des Workshops Seelenhaus sind in der Regel keine Architekten. Aber sie produzieren Entwürfe von höchster architektonischer Qualität. Ich bin jedes Mal tief beeindruckt. Und sollte ich noch den Wunsch haben, etwas zu bauen, so wäre es in der Rolle als Begleiter des Entwerfers eines solchen Seelenhauses bei dessen konkreter Realisierung.

Workshop Teamwork

Es ist anspruchsvoll. Mein Ansatz verlangt eine Bereitschaft, die Masken abzulegen. Es geht nicht um den Griff in die Unterhosen. Die Maske ablegen heisst, das übliche Rollenverständnis und die angewöhnten Utensilien, um dieses zu erfüllen, ausser Acht zu lassen.

Der Workshop Teamwork kennt verschiedene Levels. Ein Team wird immer besser und effizienter, je mehr Levels es durchläuft. Voraussetzung ist, dass die Erkenntnisse konkret umgesetzt werden. Es kann sein, dass sich ein Mauerblümchen als treibende Kraft entpuppt. Es kann sein, dass Sand im Getriebe geortet wird. Beides erfordert das Ergreifen von Massnahmen.

Mein Ansatz zum Workshop Teamwork ist unüblich. Und deshalb eine Bereicherung. Er verlangt vom Team Vertrauen. Das Team muss nicht verstehen, es muss Vertrauen haben, dass dieser unübliche Ansatz was bringt, und es muss gewillt sein, mitzumachen. Durch das Mitmachen wird es erfahren, ob sich das Vertrauen gelohnt hat.

Workshop Farben

Es geht nicht um den intellektuellen Approach und die Auseinandersetzung mit verschiedenen Farbtheorien. Es geht darum, mittels Farben mit der Seele zu kommunizieren, ihrer Befindlichkeit nachzufühlen.

Als Medium benutzen wir leicht flüssige Fingerfarben, als Grundlage dient ein grosses weisses Papier. Es wird kein Thema vorgegeben. Den Einstieg bildet das Einrichten des „Arbeitsplatzes“. Es ist ein Akt des Übergangs. Es fallen noch ein paar Worte, doch es wird allmählich ruhiger, die Teilnehmenden sammeln sich, konzentrieren sich auf sich. Dieses „rite d’entree“ wird abgeschlossen mit fünf Minuten dasitzen, Augen schliessen, zur Ruhe kommen.

Am Schluss sitzen die Teilnehmenden vor ihren „Bildern“ und lassen in aller Stille das Geschehen für sich Revue passieren. Es wird nicht gesprochen. Es wird nichts besprochen. Es ist ein „rite de sortie“, das Gelegenheit gibt, das Erfahrene gefühlsmässig auf den Punkt zu bringen. Es ist vor allem diese Erfahrung, die mitgenommen wird. Die Teilnehmenden dürfen aber auch ihre Werke behalten.

Workshop Sehschule

Es geht nicht darum, gesagt zu bekommen, wie man sehen soll. Es geht darum, sehen zu lernen, was man sieht. Das heisst, es geht darum, sich ein Stück weit bewusst zu werden, wie man ein äusseres Objekt wahrnimmt und warum man es so wahrnimmt.

Als Medium benutzen wir Fotoapparate. Hätten wir etwas mehr Zeit, könnten wir auch zeichnen. Es ist kein Thema vorgegeben. Die Teilnehmenden geben ihre Bilder ab mit einem Plus oder Minus versehen. Plus für schön, wertvoll, Minus für problematisch, hässlich.

Bei der Besprechung zeigen sich Präferenzen bezüglich Sujet und die Gründe der Wertung. Die Sujets sind oft gleich. Bei den Wertungen gibt es interessante Unterschiede. Zum Beispiel wird das Bild einer Abfallsammelstelle, in deren Hintergrund ein Kruzifix steht, von den einen als schön, von anderen als hässlich gesehen. Erstere finden es toll, weil der Abfall ordentlich gesammelt wird, letztere stören sich, weil sie den Ort als unwirtlich empfinden.

In der praktischen Anwendung geht es darum, neben dem Schönen auch das zu erkennen, was stört, um daran Änderungen vorzunehmen.

Workshop Die Elemente

In diesem Workshop geht es um die Annäherung an das symbolische Denken. Jeder Mensch hat, im realen wie auch im übertragenen Sinn, Feuer, Erde, Luft, Wasser in sich. In aller Regel ist eines der Elemente dominant, während andere weniger zum Zuge kommen. Man spricht ja dann auch vom feurigen Typ, vom Phlegma, vom Luftibus, vom Sentimentalen. Der Workshop Elemente hat zum Ziel, den Teilnehmenden ihre persönliche Konstellation bewusster zu machen, und auch, was sie bedeutet im Zusammenhang mit Begegnungen mit anderen Konstellationen.

Als Medium dient uns die Begegnung mit den Elementen selbst. Wir machen ein Feuer, heben einen Stein, vergessen das Atmen, nehmen ein Bad. Dabei spüren wir Eigenschaften der Elemente und fragen uns, wie sie symbolisch zu verstehen sind und was die praktischen Auswirkungen sind.

Beispiele: Wenn ich die Eigenschaften eines Lagerfeuers habe, werden die Menschen um mich sich wohlfühlen. Wenn ich die Eigenschaften eines nimmersatten Waldbrandes habe, werden die Menschen vor mir flüchten und sie werden mich bekämpfen. Wenn ich die Eigenschaften eines soliden Bodens habe, werden die Menschen auf mir bauen. Wenn ich mit meinem ganzen Gewicht auf ein Haus falle, bewirke ich eine Katastrophe. Wenn ich zu Höhenflügen ansetze, kann das bei den Menschen um mich deren Horizont erweitern. Wenn ich nur meine Unfassbarkeit lebe, werde ich das Vertrauen der Menschen um mich verlieren. Wenn ich mich in die Wüste ergiesse, wird sie blühen. Wenn ich mich zu Hagel verdichte, werde ich ganze Ernten zerstören.